Sensory Deprivation Tank

1956 erfand der Mediziner John Lilly den Sensory Deprivation Tank, einen großen schallisolierten Behälter, der mit körperwarmem Öl oder Salzwasser gefüllt ist. Wer in der Finsternis schwimmt, erlebt totale Isolation in einem nahezu schwerelosen Zustand.

Studienteilnehmer verloren in diesem Tank schnell jede Orientierung und wussten schließlich nicht mehr, wo der eigene Körper endete und die Umwelt begann. Meistens hielt es keiner der Teilnehmer länger als drei Tage in einer solchen Kammer aus. Die Monotonie veränderte nicht nur ihre Wahrnehmung und rief lebhafte Halluzinationen hervor, sie beeinträchtigte auch das Denken. Nach einer Weile fühlten sich die Teilnehmer fremd in ihrem Körper. Es fiel ihnen zunehmend schwer, einfache Rechenaufgaben oder Logikrätsel zu lösen. Die Halluzinationen reichten von einfachen Lichtblitzen bis hin zu farbenfrohen, wunderschönen Landschaften.

Nervenzellen, die nicht benutzt werden, drohen zu verkümmern. Um funktionsfähig zu bleiben, müssen sie sich daher hin und wieder spontan selbst entladen. Diese zufälligen, schwachen Impulse gehen normalerweise im allgemeinen Rauschen der neuronalen Kommunikation unter.

Die inneren Bilder, die sich in dunklen Kammern als Halluzinationen bemerkbar machen, sind im Prinzip immer da – wir bemerken sie nur normalerweise nicht.

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~ by padriac on November 7, 2011.

 
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